Gedenktag der Psychiatrie-Toten

02.10.2018 in Bochum

J.C. P. stellte am 27.09.2018 um 00:01 folgendes ein:

Aufruf zur Demonstration

 

Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener hat den 2. Oktober zum Gedenktag der Psychiatrie-Toten erklärt. Aus diesem Grund rufen wir, der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Nordrhein-Westfalen (LPE NRW) e.V., zu einer Demonstration auf.

 

Seit dem Jahr 2000 gedenken wir an diesem Tag der durch oder in Folge psychiatrische(r) Behandlung verstorbenen Menschen. Wenn die „Selbstgefährdung“ der Hauptgrund ist, sämtliche Bürgerrechte zu verlieren und zwangsweise in die Psychiatrie gebracht zu werden, wird die Frage erlaubt sein, warum sich gerade nach psychiatrischer Behandlung besonders viele Menschen töten. Auch die um 25 Jahre verkürzte Lebenserwartung[1] dauerhaft psychiatrisch Behandelter wirft Fragen auf.

Sollte das Wohl der “psychisch Kranken” gar nicht Zweck der Psychiatrie sein?

 

 

Gedenktag der Psychiatrie-Toten

 

Wann: Dienstag, 2. Oktober von 15.00 bis ca. 16.40 Uhr

 

Wo: Bochum Innenstadt

 

Information und Mitfahrzentrale (Auto und Bahn): Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW, 0234 / 640 5102, beratung@weglaufhaus-nrw.de.

 

Anreise: per Bahn bis Bochum Hauptbahnhof, dann 5 Minuten Fußweg (Huestraße, rechts über Dr.-Ruer-Platz). Mit dem Auto ins Parkhaus 2 Dr-Ruer-Platz oder ins Parkhaus 5 Brückstr/Bongardstr.

 

Ablauf:        15.00 bis 15.45        Gottesdienst in der Pauluskirche

                    15.45                         Sammeln vor der Pauluskirche

                    16.00                         Demonstration

Route: Dr.-Ruer-Platz, Luisenstr., Brüderstr., Kortumstr. bis Engelbertbrunnen, dann Kortumstr. andere Richtung, rechts Brückstr., Untere Marktstr., rechts Bleichstr., links Massenbergst. rechts Hellweg, rechts Huestr.

                    ca. 16.30                   Abschlusskundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz

                    ca. 16.40                   Ende der Demonstration

 

Für Gruppen von Leuten von außerhalb Bochums erstattet der LPE NRW, wenn benötigt, VRR- oder NRW-Tagestickets. Bitte vorher beantragen.

 

Wir bitten andere PE-Gruppen bzw. BPE-Landesverbände um Nachahmung.

 

V.i.S.d.P.: Matthias Seibt, c/o LPE NRW, Wittener Straße 87, 44789 Bochum.

 

[1] 20 bis 25 Jahre Lebensverkürzung werden sogar von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) zu gegeben. Siehe https://www.dgsp-ev.de/psychopharmaka/neuroleptikadebatte/dgsp-stellungnahme-zu-aktuellen-forschungsergebnissen-in-der-neuroleptikabehandlung.html


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