2. Mai - Tag der Erinnerung und des Widerstandes

T4-Umzug am 2. Mai in Berlin 2018

Martin Lindheimer stellte am 03.05.2018 um 00:01 folgendes ein:

Demonstration zur Erinnerung an die medizinisch-psychiatrischen Massenmorde und als Zeichen des andauernden Widerstandes gegen die heutige Zwangspsychiatrie.

Bilder vom T4 Umzug in Berlin http://www.freedom-of-thought.de/may2

Obwohl Ministerin Barley eingeladen und informiert war, hatte die Justizministerin weder die Souveränität, zu unserer Kundgebung zu kommen, noch eine VertreterIn zu senden  - stattdessen bewachten ca. 10 völlig überflüssige Bundespolizisten den Hauseingang. Oder sollten die uns beschützen, dass wir nicht von Leuten aus dem Ministerium angefallen werden?

Flugblätter verteilend zogen wir von dort zu einer weiteren Kundgebung zur Bayerischen Landesvertretung in Berlin und übergaben unsere Protestnote. Danach war der dritte Kundgebungsstopp bei der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Dort übergaben wir unsere Protestnoten nicht nur an die Beauftragte, sondern auch an den Staatssekretär und seinen Minister beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die vorletzte Station war der Potsdamer Platz. Der Umzug endete an der Gedenkplatte der Aktion T4 in der Tiergartenstr. 4, wo wir den Ermordeten gedachten, deren Diagnose "Geisteskrank" ein Todesurteil war. Bei den Kundgebungen las Ilona Haslbauer jeweils aus ihren Texten über den Alltag in der Forensik, demFriedhof der atmenden Toten‘, wie sie ihre 7 jährige Zwangspsychiatrisierung charakterisierte. Vielen Dank Ilona!

Dies ist ein Bericht des Werner-Fuß-Zentrums im Haus der Demokratie und Menschenrechte aus Berlin

 

 


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